Pilgersonntag am 18. August in der Christuskirchgemeinde

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt,
dem will er seine Wunder weisen
in Berg und Wald und Strom und Feld.

Friedrich Theodor Fröhlich (1803 - 1879)

Herzlich laden wir zu unserem zweiten Pilgersonntag ein. Wir beginnen am Sonntag, dem 18. August um 10:00 Uhr mit dem Gottesdienst in der Kirche Kleinolbersdorf. Dort bekommen alle den Pilger-Segen für ihren weiteren Weg. Wir gehen wieder raus aus den Mauern, aus den Häusern, aus uns selbst und lassen uns ein auf den Weg, der vor uns ist.

Pilgern ist anders als wandern. Beim Pilgern lassen wir uns auf Impulse ein, spüren ihnen nach, schweigen…  Wann waren Sie das letzte Mal schweigend in der Natur unterwegs? Probieren Sie es mal, nehmen Sie sich eine Zeit vor, wenn Sie mit anderen pilgern. Dieser Weg ist ein Angebot zum Pilgern. Franz von Sales, ein Mystiker aus dem 17. Jh., sagt:

„Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, außer wenn man sehr beschäftigt ist; dann braucht man eine ganze Stunde.“

Der vorbereitete Pilgerweg ist ein Rundweg und führt von der Kleinolbersdorfer Kirche ca. 8,5 km durch Felder, Wiesen und Wald. Es gibt auch eine Variante, den Weg abzukürzen. In der anschließend offenen Kirche kann man noch verweilen und dem Erlebten nachsinnen, beten, still sein. Empfohlen wird, einen Rucksack mit Getränken und Picknick mitzunehmen. Der Weg ist nicht für Kinderwagen geeignet.

Die Vorbereitungsgruppe Pilgersonntag

Unterwegs sein – Gott suchen – Menschen begegnen - Ankommen – Weitergehen – Finden?

  1. Februar 2024 – Das Telefon klingelt. „Hallo? Ich rufe an wegen einer Pilgerunterbringung Anfang Oktober. Würde das bei Ihnen klappen?“ So oder ähnlich verläuft der erste Kontakt zwischen den Gastgeberfamilien und den Menschen, die beim Pilgern auf dem Sächsischen Jakobsweg unterwegs sind und eine Übernachtung in Euba suchen … „Oh-Hallo! Sie sind aber früh dran, ich weiß noch gar nicht, was wir im Oktober machen, aber keine Sorge, wir sind 5 Pilgerherbergs-Familien in Euba, irgendwo kommen Sie auf jeden Fall unter.“

Ich spüre die Freude am anderen Ende der Leitung, frage noch ein wenig nach und bin jetzt schon gespannt, die beiden Frauen, die nun evtl. im Herbst bei mir zu Gast sein werden, persönlich kennenzulernen. Die meisten Pilger melden sich Tage oder Wochen vorher telefonisch an. Manchmal kommt es auch vor, dass es klingelt und es heißt: „Ja – wir stehen gerade am Pfarrhaus in Euba und brauchen eine Unterkunft für heute Nacht.“ Dann heißt es wirbeln:  Ganz schnell die Betten hergerichtet; prüfen, ob das Bad vorzeigbar ist (eine Dusche nach den vielen Kilometern Fußmarsch ist eine willkommene Wohltat); ist was fürs Frühstück im Haus? Und sich auf fremde Menschen einstellen, denen man für eine Nacht die Tür und das Herz öffnet.

Nach ihrer Motivation dazu gefragt, haben die aktuellen Herbergsfamilien folgendes geantwortet: „Ich gebe Menschen, die unterwegs sind, gern Herberge und freue mich über die Geschichten von ihnen… Weil ich gerne nette Menschen kennenlernen will, Gedanken mit ihnen austauschen... Ich helfe gerne, weil ich selbst schon erlebt habe, wie schön es ist, wenn Dir eine Tür aufgetan wird... Es ist spannend, Menschen mit ihren Geschichten kennen zu lernen, Gastfreundschaft praktisch zu leben, … Gutes tun, in der Hoffnung, Gutes und Mitmenschlichkeit verbreiten sich weiter in unserer Welt... Für mich ist es praktische christliche Nächstenliebe.“ (Wer Interesse hat, in Euba selbst Gastgeber/in zu sein, melde sich bei uns. Wir erzählen gern von unseren Erfahrungen.)

Seit die Route des Sächsischen Jakobsweges durch Euba führt, sehen wir jährlich mehr Leute, die mit Rucksack und Wanderschuhen unterwegs sind und durch unseren Ort pilgern. Viele führt die Etappe bis Chemnitz und weiter nach Hof oder Nürnberg. Manche wollen auch bis Santiago de Compostela. In Euba bleiben sie für eine Nacht oder rasten nur an der Kirche und im Pfarrhaus. Dort gibt es den Pilgerstempel und die Einladung zum Verschnaufen im Pfarrvorhäuschen. Vor allem unsere „Pilgerschatzkiste“ wird begeistert genutzt. Sie ist gefüllt mit Dingen zur Stärkung für Körper, Geist und Seele. Im Pilgerbuch gibt es viele dankbare Zeilen zu lesen: „Herzlichen Dank für die tolle Verpflegung! Wir haben auch eine tolle Pilgerfamilie … gefunden. Kati und Sylvana 4.11.23“; „Tolle Pilgerschatzkiste!!! Nach 5 Jakobspilgertouren, die erste, die wir gesehen haben. Danke!!! Wolfgang und Michael aus dem Sauerland 4.9.23“; „Wie an Weihnachten! Gott segne Euch. Tomasz 16.6.22“...

Es ist sehr berührend, die Eintragungen im Pilgerbuch zu lesen. Es liegt im Pfarrhaus aus. Schauen Sie doch mal hinein! Die letzte Eintragung darin lautete:

„… Auf der Suche nach meinem Weg, bitte Herr!  Zeige ihn mir und führe mich! Ich will vertrauen! Ronny – gestartet in Wilsdruff“.

Heike Rottluff

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