Erster Livestream-Gottesdienst der Sächsischen Landeskirche kam aus Kleinolbersdorf

„Not macht erfinderisch“. So sagt der Volksmund. Manchmal verhilft die Not auch zu neuen Erfahrungen, die vorher nicht zu denken gewesen wären. Aufgrund der Corona-Krise empfahl die Sächsische Landeskirche für Sonntag, den 15. März, alle Gottesdienste im Land abzusagen. Um den Gemeinden eine Alternative anzubieten, wurde zu einem Livestream-Gottesdienst auf der Internetseite der Landeskirche eingeladen.

Die Entscheidung darüber traf der Krisenstab des Landeskirchenamtes am Freitag vorher. Gesucht wurde ein Ort, von dem aus die Übertragung in der Kürze der Zeit ermöglicht werden konnte. Da Herr Müller-Wähner, im Landeskirchenamt u.a. zuständig für derlei technische Übertragungen, im Substitutenhaus Kleinolbersdorf zuhause ist, bot er an, die Kirche in Kleinolbersdorf dafür zu nutzen. So konnte er seine technische Ausrüstung vor Ort einsetzen.

Nach ersten Vorgesprächen am Vormittag traf am Freitagmittag die E-Mail mit der Entscheidung aus dem Landeskirchenamt ein, den Gottesdienst am Sonntag 11:00 Uhr von Kleinolbersdorf aus zu übertragen. Der erste Livestream-Gottesdienst in der Geschichte der Landeskirche! Anders als bei Fernsehgottesdiensten, die minutiös vorbereitet und technisch perfekt organisiert werden, blieb in diesem Fall dafür nur wenig Zeit. Wobei auch nicht die Absicht bestand, einen „Fernsehgottesdienst“ anzubieten, sondern den virtuellen Gottesdienstbesuchern die Teilnahme an einem „normalen“ Gottesdienst zu ermöglichen. Die späteren Reaktionen – auch aus dem Chat der Landeskirche während der Übertragung - zeigten, dass dieses Anliegen verstanden und angenommen wurde. Eine weitere Besonderheit: Den Gottesdienst sollte Landesbischof Bilz gestalten und die Predigt halten – sein erster Gottesdienst nach seiner Wahl zum Bischof; eine Antrittspredigt unter besonderen Umständen und das in Kleinolbersdorf.

Die Absprachen mit allen Beteiligten vor Beginn des Gottesdienstes verliefen in gelöster Atmosphäre, die Aufregung war zu spüren, aber auch Erwartung und Vorfreude. Dann die Schrecksekunde während die Glocken bereits läuteten. Die Tonübertagung aus dem Kirchenraum war gestört. Eine besondere Herausforderung für Herrn Müller-Wähner, der an diesem Tag allein für alle technischen Belange zuständig war. Aufatmen, als er nach wenigen Augenblicken den Fehler beheben konnte. Insgesamt nahmen „nur“ 16 Personen vor Ort am Gottesdienst teil. Wie groß die Anzahl derer war, die uns am Bildschirm verfolgt haben, kann nur geschätzt werden. Über 5400 Nutzer hatten den Stream bis einen Tag nach Sendung abgerufen. Dass die Internetseite der Landekirche scheinbar davon überfordert war, ist bedauerlich und bedarf der Überprüfung. Nach Ende der Übertragung gab es in der Kirche lautstarken Beifall für Herrn Müller-Wähner und einen Strauß Blumen für den Landesbischof, dem für seine Antrittspredigt in Kleinolbersdorf gedankt wurde.

Pfarrer Daniel Förster

Den Gottesdienst finden Sie hier:

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das Wort des Landesbischofs zur Corona-Krise im Pfarrhaus Kleinolbersdorf aufgenommen. (im Bild Landesbischof Tobias Bilz und Übertragungsleiter Walter Müller-Wähner)

Das Wort des Landesbischofs finden Sie hier:

Zum Umgang mit Corona

Dank an den Landesbischof für seinen ersten Gottesdienst im neuen Amt
Ein Blick hinter die Kulissen und in die Gottesdienstgemeinde vor Ort
Landesbischof Tobias Bilz und Pfarrer Daniel Förster beim Fürbittgebet

Zurück

Aktuelles & Mitteilungen

Am Ostermontag findet auch in diesem Jahr wieder die traditionelle Eubaer Osterwanderung statt. Treffpunkt ist diesmal 9:30 Uhr an der Kirche Kleinolbersdorf. Von dort wandern wir zur Talsperre Einsiedel und zurück. Unterwegs werden wir eine Rast machen, wo jeder seinen eigenen Proviant verzehren kann.

„In seinen Wegen wandeln“, lautet das Thema der diesjährigen Bibelwoche. Es werden Texte aus dem 5. Buch Mose, dem „Deuteronomium“, bedacht, das als biblisches Buch des Alten Testamentes als Erinnerungsrede des Mose konzipiert ist. Mose erinnert die Menschen an den Bund mit Gott und an das Versprechen des Volkes, seine Gebote und Weisungen zu halten.

In den einzelnen Ortsteilen wird an verschiedenen Tagen zum Frühjahrsputz aufgerufen:

Vom 5. - 7. Juni feiert die Grundschule Reichenhain mit einem Schul- und Heimatfest ihr 70jähriges Bestehen. Das Fest beginnt am Freitag 18:30 Uhr mit einem Kinderfilm im Festzelt, anschließend gibt es einen Lampionumzug. 21:00 Uhr wird ein Film für Erwachsene gezeigt.

Wie im letzten Gemeindebrief angekündigt, startet nach den Winterferien ein neuer Kurs für die Teilnahme von Kindern am Abendmahl. Der Kurs läuft nach den Winterferien in den Schülerkreisen in Kleinolbersdorf (dienstags 15:00-16:00 Uhr für Klasse 1-3 und 16:15-17:15 Uhr für Klasse 4-6) und in Adelsberg (donnerstags 16:00-17:00 Uhr). (...)

Die Sternsingeraktion am 12. Januar 2020 erbrachte eine Spende in Höhe von 1.065,00 Euro für Hilfsprojekte unter dem Motto: „Frieden im Libanon … und weltweit“.

Mehr als 9700 € sind in unserem Gemeindegebiet an Geld für Brot für die Welt gesammelt worden. Davon 5900 € in Reichenhain, 1300 € in Kleinolbersdorf, 2560 € in Adelsberg und in Euba. Herzlichen Dank an alle Spender!

50 Stühle standen in zwei Halbkreisen um die Krippe und dem Friedenslicht aus Bethlehem bei der Christvesper am frühen Nachmittag des 24. Dezember im JVA-Hafthaus. Wie in vielen Kirchen war auch hier jeder Platz besetzt. Frauen im Alter von 19 bis 70 waren gekommen, um die Weihnachtsgeschichte zu hören, zu singen, Kerzen anzuzünden, zu beten oder auch einfach, um an diesem Nachmittag nicht allein zu sein.

Freude kam auf bei den warmherzigen Grüßen aus den Kirchgemeinden Einsiedel und Reichenhain, die das Ehepaar Langfritz überbrachte. Die Tagebücher/ Kalender- Päckchen von „draußen“ mit den persönlichen Grüßen der Spender berührten viele der Frauen sehr. Eine von Ihnen dankte spontan in einer kleinen Rede am Ende der Christvesper: „Das ist so schön, dass wir nicht vergessen sind … Danke.“

Die übrigen Päckchen kamen den inhaftierten Frauen auf der Zugangsstation zugute, von denen manche erst kurz vor dem Fest dort angekommen waren. Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender und Kristin Uhlig fürs Organisieren und Überbringen!

Pfarrerin Anne Straßberger
(Seelsorgerin in der JVA Chemnitz)

Ein herzliches Dankeschön für 1.182 Schuhkartons an alle Päckchenpacker, Spender und an die vielen fleißigen Helfer! Hier kommt wieder unsere Auflistung der einzelnen Altersgruppen: Jungs 2-4 Jahre (127), Mädchen 2-4 Jahre (154), Jungs 5-9 Jahre (222), Mädchen 5-9 Jahre (337), Jungs 10-14 Jahre (164), Mädchen 10-14 Jahre (178). Im nächsten Jahr wird die Abgabezeit reduziert und die Abgabewoche nur noch vom 9.-16. November sein. Kristin Uhlig

Zusammen mit dem Betlehemer Friedenslicht konnten am Heiligen Abend 73 Geschenke den Insassinnen der JVA bei einer Weihnachtsandacht überreicht werden.

Am 5. März wird in Chemnitz der Zerstörung der Stadt vor 75 Jahren gedacht und der Chemnitzer Friedenstag begangen. Dazu wird u. a. zum Konzert um 14:00 Uhr in die Jakobi-Kirche eingeladen. Kinder und Jugendliche musizieren zum Thema „Chemnitz – Sorge für den Frieden“.