Wort zum Tag 26.03.2020

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim. 1,7

Dies ist mein Taufspruch – welch guter Begleiter für ein ganzes Leben. Er passt, wie ich finde, nicht nur gut als persönlicher Wegbegleiter, sondern er passt besonders gut in unsere aktuelle Situation.

Ist es nicht so, dass von den Ängsten, die uns erfassen – Angst vor Katastrophen, vor Krieg oder vor Existenznot – die vor einer schweren Krankheit eine besondere Rolle spielt? Nicht umsonst kommt der Geburtstagswunsch für Gesundheit wohl am häufigsten vor, sind Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten für viele Menschen wichtig, haben Ratgeber für gesunde Ernährung und gute Lebensführung Hochkonjunktur.

Und nun kommt dieses neue Virus und lässt uns fürchten vor einer kaum beherrschbaren Epidemie in dem Wissen, dass es bisher weder Erfahrung noch geeignete Medikamente gibt für die Behandlung der ausgelösten Erkrankung.

Was sagt uns der Bibelspruch dazu, wie wir dieser Furcht begegnen können?

Gott gibt uns den Geist der Kraft – sichtbare Kraft, um einander zu helfen, auch um Existenznöte zu lindern; innere Kraft, um einander Mut zu machen, Selbstdisziplin zu wahren, Vertrauen zu wagen gegenüber Gott, aber auch gegenüber den politischen Entscheidungsträgern.

Den Geist der Liebe – mit Recht wird uns derzeit besondere Aufmerksamkeit für die Alten und Einsamen ans Herz gelegt. Vielleicht dient aber diese Krise auch dazu, alle unsere Mitmenschen unabhängig von deren Herkunft, Glauben, Lebensentwurf u.a.m. mit den Augen Jesu zu sehen, für den jeder Mensch gleichwertig und gleichwichtig ist!?

Den Geist der Besonnenheit – gegen ein Verfallen in Panik, aber für ein solidarisches Verhalten gegenüber unserem Nächsten und in Verantwortung für unsere Gesellschaft. Wir brauchen nicht die „Unverwundbaren“ zu spielen, dürfen aber darauf vertrauen, dass Gott die Welt und damit einen jeden von uns in seiner Hand hat.

In einer anderen Übersetzung wird anstelle von Furcht von Verzagtheit geschrieben. Paulus schrieb den zweiten Brief an Timotheus vermutlich aus dem Gefängnis. Seine Zukunft dürfte alles andere als sicher gewesen sein – Grund zu verzagen. Davon will Paulus nichts wissen, er will Timotheus – und vielleicht auch sich selbst - mit seinem Schreiben neuen Mut in schwieriger Zeit machen. Genau das brauchen wir in dieser Krisenzeit. Verschiedene Persönlichkeiten haben sich bereits dahingehend geäußert, dass die Zeit nach Corona eine andere sein wird als die vor der Krise. Es wird uns alle angehen, wie wir diese Zeit gestalten – gelingen wird uns das, wenn wir uns nicht von Furcht und Verzagtheit bestimmen lassen, dafür uns aber täglich neu die rechte Kraft, Liebe und Besonnenheit schenken lassen.

Martina Zimmermann, Adelsberg

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Wort zum Tag

Bei der jetzt äußerlichen Isolation erlebe ich in diesen Tagen, dass der in den letzten Jahren und Jahrzehnten gestreute Same in vielen Herzen aufgeht, Menschen, die bisher Jesus ausgewichen sind, offen werden für das Evangelium, anrufen, fragen, endlich anfangen, im Wort Gottes zu lesen, wovon sie bisher nichts wissen wollten …

Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden

Es treibt mich um:
immer wieder neue, beunruhigende Nachrichten… - wir sind vernetzt, dank Technik. Seit wir uns nicht mehr direkt begegnen können, kommen zahlreiche Mitteilungen, wichtige Infos über die Social Media.

Wenn der HERR nicht die Stadt bewacht, so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzt und esst euer Brot mit Sorgen; denn Seinen Freunden gibt Er es im Schlaf. (Psalm 127, 1b+2)