Wort zum Tag 21.03.2020

Unser Wirkungskreis wird kleiner. Wir sind genötigt uns abzuschotten. Wir fragen uns, wo das noch hinführen soll. Bisher konnten wir dem Leben Antworten geben. Nun ist es anders. Das verunsichert uns. Wir haben Angst, auf unsere Gewohnheiten zu verzichten.

Ein Text von Marie-Ja Rosa Heckmann führt mich ins Nachdenken:

Kronen

Krone der Schöpfung der Mensch – du – ich - wir

Wir sind die Könige und Königinnen

Tiere und Pflanzen alles was lebt ist uns untertan

Wir sind die Herrscher der Welt - haben die Macht, regieren mit unserem Geld

Unser Erfindungsreichtum ist unerschöpflich, unersetzlich, unglaublich

Wir glauben an den Fortschritt

wollen wachsen über alle Grenzen - und plötzlich wackeln unsere Kronen

bringt uns ein Winzling ins Wanken - und kennt keine Grenzen

wächst in uns unglaublich, unersättlich - beherrscht die Welt regiert mit Macht

macht uns hilflos

Wir legen unsere Kronen ab werden still - schließen die Türen und fragen

„was nun?“

Zurückgeworfen auf uns selbst blicken wir in den Spiegel

Wer bin ich ohne Krone?

was bleibt wenn das Leben still steht, wenn ich mit mir alleine bin?

Oder ist da doch jemand?

so unsichtbar wie Corona - und doch spürbar

und alles beherrschend und dienend mit seiner Liebe

ansteckend und wahrhaft königlich

ICH-BIN-DA
© Marie-Ja Rosa Heckmann

Ich bin da – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – das ist die Bedeutung des Gottesnamen „JAHWE“, mit dem sich Gott Mose am Berg Sinai offenbart hat (2. Mose 3,14).

Mose hatte eine schwierige Mission zu erfüllen – die Israeliten aus Ägypten führen. Dazu brauchte es viel Überzeugungskraft und Gottvertrauen. Das musste er sich Stück für Stück erkämpfen und es gab dabei immer wieder Rückschläge. Zweifel und Unglaube waren dann die Folge. Doch letztlich gelang es mit Gottes Hilfe, das Volk aus der Sklaverei zu befreien und das ist für die Israeliten bis heute das größte Wunder. Wir dürfen sicher sein, dass Gott da ist, mit uns geht, ganz besonders auch in schweren Zeiten – trotz unserer Zweifel.

Das Herausgenommensein aus dem Alltag eröffnet uns die Chance, uns selbst und Gott zu begegnen. Gott möchte uns einladen, zu IHM zu kommen mit all unseren Gedanken, mit unseren Ängsten und Fragen. Bei IHM können wir zur Ruhe kommen, Trost und Zuversicht finden.  Diese Zeit lädt uns ein, darüber nachzudenken, welche Werte wir leben wollen und worauf wir in Zukunft unser Vertrauen setzen möchten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Zeit nicht nur als Belastung empfinden, sondern sich darauf einlassen können, Gott zu suchen und dabei wohltuend erleben: ER ist da.

Christoph Schubert

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Wort zum Tag

Bei der jetzt äußerlichen Isolation erlebe ich in diesen Tagen, dass der in den letzten Jahren und Jahrzehnten gestreute Same in vielen Herzen aufgeht, Menschen, die bisher Jesus ausgewichen sind, offen werden für das Evangelium, anrufen, fragen, endlich anfangen, im Wort Gottes zu lesen, wovon sie bisher nichts wissen wollten …

Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden

Es treibt mich um:
immer wieder neue, beunruhigende Nachrichten… - wir sind vernetzt, dank Technik. Seit wir uns nicht mehr direkt begegnen können, kommen zahlreiche Mitteilungen, wichtige Infos über die Social Media.

Wenn der HERR nicht die Stadt bewacht, so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzt und esst euer Brot mit Sorgen; denn Seinen Freunden gibt Er es im Schlaf. (Psalm 127, 1b+2)