Dankesbrief von Pfarrer Israel Martinez

Liebe Brüder in Christus, liebe Christuskirchgemeinde, liebes Bucaramanga-Team,

wir schicken euch unseren herzlichen Dank für all eure Hilfe. Die Beschenkten sagen: „Eure Hilfe könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen, gerade jetzt berührt sie uns zutiefst“.

In unserem Fall sind mehr denn je die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen betroffen, darunter Vertriebene, Einwanderer, Arbeitslose und diejenigen, die diese Hilfe erhalten haben: Straßenverkäufer, Leiharbeiter, Hausangestellte, alleinerziehende Mütter, praktisch alle, denen geholfen wurde, zählen dazu. Es bewegt die Seele, wenn ich ihr Lächeln sehe, diese melancholischen Augen die plötzlich vor Dankbarkeit leuchteten, ihre einfachen, bescheidenen Worte höre, gesprochen mit gebrochener Stimme.

Mein Gesundheitszustand ist nicht der beste. Trotzdem kann ich nicht aufhören, zu dienen und sei es, indem ich nur der Vermittler bin. Der Vermittler dafür, dass sich die Liebe und die Barmherzigkeit eurer Herzen ausdrücken kann und in Taten umsetzt wird, auf die Art und Weise wie wir es von Christus unserem Herrn gelernt haben, zu lieben und zu dienen. Ich fühle mich nicht müde, ich fühle mich nicht schwach, ich fühle mich nützlich. Es macht mich glücklich, inmitten der Katastrophe zu dienen. Das ist meine Motivation zu leben und weiter zu dienen.

Der Kampf um die Gleichberechtigung wird spürbar. Aber wir werden keine Gleichberechtigung erreichen, wenn es nicht diese Gleichheit, Liebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Wahrheit gibt. Im Schmerz spürt man das Bedürfnis nach Freude und schätzt die Freude, in Durst und Hunger beginnt zu verstehen, was die Befriedigung dieser Bedürfnisse bedeutet. Im Trübsal beginnt man Frieden und Genuss zu verstehen, in Einsamkeit versteht man langsam das Bedürfnis nach Gemeinschaft. So wie man den Wert des Lichts nicht verstehen wird, ohne die Dunkelheit zu kennen, die Wärme nicht versteht, ohne Kälte zu kennen, so versteht man den Wert von Wasser, wenn es Durst gibt.

Danke, dass ihr uns helft, den Brüdern im Glauben und den Bedürftigen zu dienen, ohne auf Klassenunterschiede zu schauen. Danke, dass ihr mir helft, auf den Beinen zu bleiben und mich aufrecht erhaltet mit eurer Liebe, eurem Vorbild und eurem Zeugnis dafür, was Gott mit und unter uns tun kann. Vielen Dank, dass ihr uns dabei helft, unsere kleine Gemeinde San Marcos zu erhalten, die ohne eure Hilfe vom Aussterben bedroht wäre; dafür, dass ihr uns helft, ohne etwas zurückzubekommen.

Vielen Dank, denn mit eurer Hilfe konnten wir der Gemeinde San Juan de Piedecuesta helfen, die ebenfalls in Schwierigkeiten ist und trotz allem immer noch versucht, den Vertriebenen aus Guatiguará zu helfen – das ist der Ort, an dem Martín Albani zum ersten Mal der Geißel der Gewalt begegnet ist. Vielen Dank, dass den Missionen von La Gracia, Martín Lutero und dem Rest von Cristo Rey in Girón und Nuevo Girón sowie euren Patenkindern geholfen werden konnte.

Vielen Dank, denn da wir nichts anbieten können, wird eure Liebe umso strahlender, denn ohne Gegenleistung wird eure Liebe noch viel stärker aufgewertet. Gott wird eure Gaben vervielfachen, denn der Dienst an diesen Armen wird der Reichtum und das Erbe des Reiches Gottes sein (Matthäus 25: 34-40).

Möge Gott in seiner unendlichen Liebe den Segen für euch vervielfachen und euch vor dieser Pandemie bewahren – das wird unser ständiges Gebet sein.

Meinen besonderen Dank möchte ich Familie Albani aussprechen, die immer auf uns Acht gibt und dabei hilft, dass die Dinge weiterlaufen.

Euer Bruder in Christus,

Israel Martínez und Familie

 

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